Kategorie: Medien

Brief No. 24 – Zufall Mensch

Liebe Anne,

Kakao trinkt er also, der Herr Präsident. Jetzt wissen wir’s. Das finde ich durchaus erstaunlich, habe ich doch neulich erst erlebt, wie ein deutscher Gast in einem amerikanischen Lokal “cold cocoa” zu bestellen versuchte. Er bekam: Ein Glas Coke. Mit Eis.

Wie gern würde ich nun erzählen, dass die Kellnerin die Bestellung in ein digitales Gerät eingetippt hatte, das “cocoa” nicht als Auswahlmöglichkeit anbot. Für einen kurzen Moment war ich versucht, mir diese künstlerische Freiheit zu nehmen und auf diese Weise einen anekdotischen Beweis für Deine These vom spitzen Stift und den gespitzten Ohren zu liefern. Aber so war es einfach nicht. Die Kellnerin hatte ganz klassisch mit Zettel und Stift notiert, was sie gehört zu haben glaubte.

Szenisch:

Im Restaurant irgendwo im Mittleren Westen Amerikas.

Auftritt Kellnerin mit Haaren wie Cindy Lauper.

Kellnerin (zückt Block und Stift, while chewing gum): What would you like to drink?

Deutscher Gast: Äh… cold co-coa, please!

Kellnerin: Is Pepsi okay?

Deutscher Gast: No… äh… cocoa…

Kellnerin: So no Pepsi?

Deutscher Gast: No, I mean cocoa! Like… (wendet sich hilfesuchend seiner neben ihm sitzenden Freundin zu.)

Freundin: Pepsi is fine, thanks!

 

MÖÖÖP! Was ist da passiert? Waren die Ohren der Kellnerin etwa mit Kaugummi verklebt?

Und die der Freundin?

Vermutlich wollte letztere einfach schnell die für alle Beteiligten somehow awkward situation beenden. Es war schließlich schon spät, die Küche des Lokals schloss bald und die fünfköpfige Reisegruppe brauchte dringend etwas zu essen. Da musste der ausgefallene Getränkewunsch des Freundes dem Gemeinwohl untergeordnet werden.

Ob Kaugummi oder unangenehme Situation, die Damen hatten ihre Ohren nicht richtig gespitzt. Wäre das mit spitzem Stift anders gewesen?

Möglich.

Auch ich schreibe gerne mit der Hand. In Vorträgen und Gesprächen hilft mir handschriftliches Mitschreiben beim Zuhören. Seit Kurzem schreibe ich allerdings nicht mehr auf Papier, sondern mit tintenlosem Stift auf einer spiegelglatten Scheibe. Handschrift goes digital. Obwohl… ist das wirklich digital?

Das Schreiben mit der Hand – ob auf Papier oder auf Scheiben – ist etwas völlig anderes als das Tippen auf einer Schreibmaschine oder einem Touchscreen. Ich übertrage das Gehörte in Bewegungen, zeichne geschwungene Linien, beobachte ihre Entstehung und verleihe ihnen die Bedeutung des geschriebenen Worts. Bin eingebunden in Raum und Zeit, als Einheit von Körper und Geist. Wie ein Tanz.

Beim Tippen drücke ich auf einen Knopf und ein ganzer Buchstabe erscheint. Sofort. Es ist eine mechanische Tätigkeit. Ich passe mich der Maschine an, nicht die Maschine sich mir. Genau wie Herr D. es in seinem Leserbrief beschreibt.

Mein elektrifizierter Schreibblock ist da anders. Das einzige, was mir beim Schreiben fehlt, ist der Widerstand des Papiers. Das leichte Kratzen von Feder oder Mine auf der Oberfläche. Das rhythmische Geräusch, die Musik zu meinem Tanz. Sie ist eine andere. Leise macht es “klack, klack, klack”, wenn ich den Stift aufsetze. Die Ballerina wird zur Stepptänzerin.

Während ich schreibe, leuchten die Meldungen sozialer Medien-Apps auf: “Peter K. hat dich in einem Kommentar erwähnt.” – “Katja B. hat seit längerer Zeit etwas getwittert.” – “Amir C. hat einen neuen Job.”

Ich werde über andere informiert. Mit-einander reden, das geschieht in der Tat sehr selten in den sogenannten sozialen Medien.

Und noch etwas fehlt: Das Unerwartete. Das Zufällige. Das, was nur passiert, wenn echte Menschen aufeinander treffen. So wie die Drei aus unserer Restauranszene. Der Algorithmus hätte unserem deutschen Gast den Kakao schon gebracht, bevor er selbst gewusst hätte, dass er ihn will. Jetzt muss er Pepsi trinken. So ist das manchmal auf Reisen. Oder beim Steinesuchen im Wald, wie Herr D. so schön schreibt: Es macht “Lust auf die nächste Zukunft.”

Kommt uns diese Lust abhanden in einer vorausberechneten Welt? Oder entsteht vielmehr eine Sehnsucht nach Überraschendem?

Ich jedenfalls freue mich auf Deinen nächsten Brief, liebe Anne, und bin gespannt, womit Du mich diesmal überraschst!

Alles Liebe
Anne

Brief No. 23 – Spitzer Stift, gespitzte Ohren.

Liebe Anne,

oha. Miteinander reden. Zuhören. Da hast Du aber ein Fass aufgemacht. Mein vom Urlaub noch sandverkrustetes Hirn (jetzt echt mal! Strandsand kriecht einfach überall hin!), dessen herausforderndste Aufgabe in der letzten Woche darin bestand, die Strandmuschel vor den Augen schadenfroh lauernder Kurgäste lässig in den Strandmuschelsack zu falten („Schafft sie es? Schafft sie es?”), muss jetzt erstmal warmlaufen, um Deinen Gedanken würdig zu begegnen.

Wait for it…

Loading…

Still loading…

*Fahrstuhlmusik*

Updating, please wait…

Thank you for your patience!

Jetzt.

(Vielleicht.)

 

Liebe Anne,

oh ja.

Miteinander reden.

Das ist ein großes Thema, tagesaktuell und hochpolitisch, im Kleinen wie im  Großen, und mit erstaunlichen Parallelen auf allen Ebenen!

Da ich mich gerade als Dramaturgin übe, möchte ich das mal szenisch darstellen:

 

Szene 1

Am Frühstückstisch.

Auftritt Kind mit Haaren wie Vogelnest.

Mutter: Guten Morgen, Kind. Kakao?

Kind: Die Lilly hat viel mehr Barbies als ich.

Mutter: Hier, mein Schatz. Reicht Kakao. Ist der Schulranzen gepackt?

Kind: Schlürft Kakao. Ich spare jetzt auf die Meerjungfrauenbarbie mit Leuchtflosse.

Mutter: Prima. Kämm dich noch, bevor du losgehst, ja?

Kind: schlürft Kakao, grunzt Unverständliches.

Mutter: Du musst dich ein bisschen beeilen, es ist schon Viertel vor. Die Bürste liegt auf der Kommode im Flur.

Kind steht widerwillig auf und verlässt die Küche.

Wiederauftritt Kind.

Mutter: Du siehst ja immer noch wüst aus. Du solltest Dich doch kämmen!

Kind: Haste nicht gesacht.

Mutter: Hab ich.

Kind: Und wo ist bitteschön die Bürste? Immer musst du mich so hetzen. Und zu trinken hatte ich auch noch nix.

 

Szene 2

Am Frühstückstisch.

Auftritt Präsident mit perfekt geföhnten Haaren.

Stabschef: Good Morning, Mr. President. Hot Cocoa?

Präsident: Good morning. I am tremendously awesome.

Stabschef: Of course, Sir. Here, enjoy your cocoa.

Präsident: So awesome. Schlürft Kakao.

Stabschef: Certainly, Sir. May I give you your morning briefing?

Präsident: I’m gonna buy Greenland.

Stabschef: Wonderful, Sir. Now, as for Great Britain…

Präsident: I’m gonna grab Greenland by the pussy.

Stabschef: I’m sure, Sir. Yesterday, the Brexiteers…

Präsident: I’m gonna paint Greenland yellow. Just because I can.

Stabschef: Absolutely, Sir. May I now shift your attention to Europe?

Präsident: Europe? Why, is it for sale, too?

 

Die Familienszene ist bis auf leichte Schrammspuren am mütterlichen Nervenkostüm harmlos. Die Präsidentenszene ist es nicht. Satire hin oder her – es ist inzwischen vorstellbar, dass es im Weißen Haus genau so zugeht. Just because he can.

Und dazwischen, in der Kommunikation zwischen Fremden und Freunden, im  alltäglichen Miteinander? Wie Du beobachte ich, dass Menschen zunehmend im Sendemodus herumspazieren. Alle sabbeln, aber kaum einer hat seine Antenne auf Empfang gestellt. Bei Kindern ist das noch entschuldbar: verkürzte Aufmerksamkeitsspanne und allgemeines Morgenmuffeltum oder im ungünstigen Fall beides in Kombination.

Bei Erwachsenen gibt es keine Entschuldigung. Aber es gibt eine Erklärung. Verantwortlich sind die sozialen Medien. Ja, es ist so simpel. Soziale Medien sind nämlich null sozial. Sie sind Plattformen der Selbstinszenierung, die unser Feedbackvermögen auf einen Buttonklick reduzieren. Wir verlieren die Fähigkeit zuzuhören, weil unser Hirn sich daran gewöhnt hat, nur noch Ultrakurzrückmeldungen in Form von Daumen-, Herzchen- oder Smiley-Icons zu verarbeiten.

Alle wollen guten Empfang, aber keiner will zuhören.

Austausch kann man das nicht mehr nennen.

In den sozialen Medien werden wir vielleicht gesehen, wenn wir uns brav algorithmuskonform verhalten, aber wir werden nicht erkannt. Dafür braucht es den persönlichen Kontakt, für den wir uns Zeit nehmen müssen. Einen gemeinsamen Kaffee, zum Beispiel. Oder einen Brief.

Am Sonntag haben wir unseren ersten Leserbrief auf liebe-anne.de erhalten. Auf unseren Leserbriefschreiber, Herrn D. aus D., wirkt das Briefeschreiben wie eine „Lüftung von unerwarteter Seite“. Herr D., Hut ab! Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

In Ermangelung eines eigenen Büros bin ich heute im Baumarktcafé, um zu schreiben. Bereits auf der Radtour hierher wehte mir ein herbstkühles Lüftchen um Nase und Gedanken. Nun sitze ich hier neben einem Stapel Europaletten sowie festkochenden Kartoffeln im Tagesangebot, derweil Tiernahrung, Webergrills, Haustüren, Palmen und Holzzuschnitt an mir vorbeigeschoben werden, was die Ideen auf ganz neue Weise anschaukelt. Das Baumarktpersonal guckt freundlich bis irritiert. Hier sitzt man nicht, um zu schreiben. Hier verschnauft man kurz mit vier Säcken Spachtelmasse und neun Fliesenpaketen auf der Sackkarre, um alles kurz darauf in den Kombi zu hieven und das Gästebad komplett in Eigenregie zu renovieren. Vielleicht hält man mich für einen Spion – wie aufregend! Wie erfrischend!

Und dann ist da natürlich mein Füller. Ich habe ihn mir kürzlich genau für solche Gelegenheiten wie diese gekauft. Ich schreibe meine Texte häufig händisch vor. Kein Kabel behindert meinen Radius. Mein Mann nennt dieses altertümliche Schreiben auf Papier „Denken mit dem Stift“, was dem durchdigitalisierten „Homunculus“ in seiner verzerrt-demütigen Haltung vor einem seiner zahlreichen Gadgets ein willkommenes Gegenbild ist.

Und so schreibe ich und denke dabei an Dich, wie Du gerade auf dem Weg bist nach Bayern zu einem Termin, und ich überlege, ob Du wohl mit dem Zug gefahren bist, und ich frage mich, ob Du diesen Brief wohl heute noch lesen wirst. Und ich bin gespannt auf Deine Antwort, denn jetzt, genau in diesem Moment, „ist das Lauschen schon wichtiger geworden“, wie Herr D. es so schön beschreibt. Meine Gedanken sind auf den Weg gebracht. Ich freue mich schon sehr auf Deine!

Eine hinreichende Antwort, wie wir unser politisches System zum besseren diskursiven Miteinander bewegen können, kann ich abschließend leider nicht geben. Wer jedoch im Kleinen bei sich anfangen möchte gegenzusteuern, dem sage ich voll Überzeugung: Spitz den Stift, es spitzt die Ohren.

Alles Liebe

Anne

Leserbrief No. 1

Von: <dxxxxxxxxxxxx@gmail.com>
Gesendet: Samstag, 21. September 2019 22:47
Betreff: Liebe Anne “Ein Brief”

Nachrichtentext:

Sehr geehrte Damen,

wie fängt man an, wenn man nicht stören will?

Durch Parallelspiel, wie es im Kindergarten heißt? In etwas Abstand das Gesehene und Gehörte kopieren und versuchen, sich zu parallelisieren? Als sei man dabei? Oder abwarten in einer ruhigen Ecke? Durch rhetorische und halboffene Fragen? Vielleicht zuerst lauschend. Auf die Stimmen, die von Kaffee und Tauben erzählen. Eigentlich ganz sacht. Dabei fand ich darin Furor, nachdem ich seine Spur an anderer Stelle aufnehmen konnte. Bei Merkel und Macron beispielsweise.

Ich stelle mir vor, wie das Briefeschreiben aussieht. Digital und damit den Körper formend. Kopf, Finger, Tasten. Nicht in gerader Linie, sondern auf einen Bildschirm hin optimiert. Das immerhin ist etwas, das mich ärgert: Die Digitalität verformt meinen Körper. Die Anschlusskabel müssen zu Steckdosen, die mich – auf Knöchelhöhe angebracht – zu einem Homunculus verbiegen. Die transportablen Beamer wohnen auf Rollwagen, die mich einen Rollatorengang imitieren lassen, in Form und Geschwindigkeit. Die Kabel begrenzen meinen Aktionsradius wie Hundeleinen. Und zuletzt die Basiselemente der kosmischen Weltordnung. Sagen wir: Die Herbstsonne. Der Bildschirm zwingt mich, eine Seite wählen zu müssen: Für offene Fenster und natürliches Licht oder das Anrennen dagegen. Aus Sicht des Bildschirms ist die Welt Quasimodo.

Dabei lesen sich die Briefe ganz leicht. Eher stehend oder spazierend geschrieben. Und zugewandt. Aber auch etwas zu intim, um stören zu wollen. Also lieber kein Räuspern. Und wer so schreibt, ist durch ein gewinnendes Lächeln aus dem Off erst recht nicht zu beeindrucken. Zuhören und Weiterlesen? Ein vertrautes Flüstern. Gesprenkelt mit diesen leicht glucksend-kichernden Lauten, die nur einander schon gekannt Habende anstimmen können. Liest sich, also könnte die Fertigkeit des Briefeschreibens erhebend wirken. Und erfrischend. Es wird ein bisschen weiter, der Raum. Lüftung von unerwarteter Seite. So wie ich jüngst in einem Steinbruch war und Spuren aus dem Trias suchte. Oder der Kreidezeit. Weiß nicht mehr. Mit der Zeit verschob sich da diese Freude vom Stein in den Händen auf den nächsten, der noch irgendwo am Boden lag. Kennen bestimmt viele von klein an: dass so ein Suchspiel nagende Lust auf die nächste Zukunft gebiert. Dass irgendwann (nach Minuten) selbst das Hochheben des nächsten Steins fast schon eine bedrückende Störung ist. Erledigt und überwunden werden will. Weil es Zeit kostest, bevor der nächste Brocken gefunden und untersucht werden kann. Es reißt einen voraus, denn es wird Aufregendes kommen.

Wenn es gelingt, ist das Schreiben einer Nachricht also eher die eigene Vorbereitung und das Erwarten einer Antwort. Das immerhin bleibt losgelöst von der ungesunden Sitzhaltung und den etwas plump auf der Tischkante ablegten Armen: Dass jeder Satz auch eine Erwartung beginnen lässt, die auf den Moment der Antwort zielt. Ein bisschen Ent-Bindung. Wie der Stein, den man in einen Brunnen wirft. Während er fällt, ist das Lauschen schon wichtiger geworden. Was gleicht kommt, hat die Oberhand gewonnen.

Mit Tassen geht das sicher auch.

Es grüßt voller Hochachtung

D.

 

Brief No. 22 – Miteinander reden

Liebe Anne,

die bewegenden Bilder vom Treffen Merkels und Macrons Ende 2018 in Compiègne scheinen ein halbes Jahr später fast schon vergessen. Ist die Szene noch glaubhaft, nachdem der deutsch-französische Schulterschluss sich jüngst in einem arhythmischen Tanz aufzulösen scheint? War es doch nur mediale Inszenierung? Mich hat die Innigkeit zwischen den beiden damals ähnlich berührt wie Dich. Und so besteht auch nach einer viel zu langen Briefpause eine unmittelbare Verbindung zwischen Deinem letzten und meinem jetzigen Brief.

Wir leben in einer global vernetzten Welt, können in lächerlich kurzer Zeit den Globus umrunden, sind virtuell permanent miteinander verbunden. Und doch scheinen mir die Grenzen zwischen Staaten und Kulturen, zwischen sozialen Schichten und politischen Positionen, Menschen hier und Menschen dort, immer massiver, solider, unverrückbarer zu werden.

Viel zu oft ist das, was wir „Gespräch“, „Diskussion“ oder „Debatte“ nennen, nichts weiter als ein verbaler Schlagabtausch, der die Beteiligten in ihren bestehenden Positionen bestärkt, statt echten Kontakt, Annäherung, Verhandlung oder gar Versöhnung zu ermöglichen.

In düsteren Momenten glaube ich, dass wir nicht einmal mehr den Unterschied sehen. Wir halten einander Referate und glauben, miteinander zu reden. Wir warten ab, bis unser Empfangsbehälter a.k.a. „Gesprächspartner“ zu Ende gesprochen hat, statt ernsthaft zuzuhören und das Gesagte zu verstehen, zu verarbeiten und weiterzudenken.

Was braucht es, um diesem Muster zu entkommen? Wie sehr taugt unser politisches System (noch) zum diskursiven Miteinander? Wie können wir Technologie nutzen, um echten gesellschaftlichen Fortschritt zu erzielen, statt bestehende Grenzen algorithmisch zu untermauern und Grauzonen abzuschaffen?

Braucht es erst eine Krise oder gar Kriege wie die zwischen Deutschland und Frankreich, um als Menschheit den nächsten Entwicklungsschritt zu tun? Wie lange wird es dauern, bis wir so innig verbunden sind wie Macron und Merkel für wenige Sekunden in Compiègne?

Nachdenklich grüßt Dich
Deine Anne

Brief No. 15 – Wer sind wir, wenn wir alles sind?

Liebe Anne,

mit großem Bedauern habe ich vom Ableben Eures Staubsaugroboters erfahren. Wie nur konnte er die Treppenstufe übersehen? Soll ich Dir für die nächsten Tage meinen Staubsauger leihen? Dem ist hier total langweilig. Nicht ausgelastet. Der Arme.

Deine Argumentation, dass wir über unseren Individualismus verlernen, Kompromisse zu schließen, finde ich sehr überzeugend. Schließlich sind wir alle heute etwas GANZ BESONDERES und deswegen haben wir auch ganz besonders Recht. Warum man deswegen so im Internet rumschreien muss, ist mir allerdings ein Rätsel. Aber wenn es eine Schwarmintelligenz gibt, gibt es vielleicht auch das Gegenstück dazu. Und wie nennen wir dieses Gegenstück nun politisch korrekt? Fällt Dir was ein?

Die 200 Frauen gucke ich mir gerne mit Dir an, zumal, wenn es dazu Scones gibt! Sich mit einem Wort zu beschreiben, wie es ihre Aufgabe war, finde ich aber ganz schön schwierig. Im Moment würde ich „hungrig“ sagen, aber ich glaube, das verfehlt vermutlich die Aufgabenstellung. „Suchend“ vielleicht, und das nicht, weil ich heute morgen meine Hose nicht gefunden habe.

Ist Dir mal aufgefallen, dass Frauen sich und ihre Vorlieben oft in Gegensätzen beschreiben, wenn mehr als ein Wort erlaubt ist? „Ich mag den Luxus eines schönen Spa-Hotels, aber ich gehe auch echt gerne campen.“ Oder „Mein Stil? Ich mixe handverlesene It-Pieces mit Vintage-Teilen vom Flohmarkt.“ Oder „Die Karriere ist mir megawichtig, aber irgendwann will ich auch Kinder.“ (Tic toc.)

Ist das individuell? Ist das unentschieden? Oder ist das angepasst? Denn so eckt Frau nie an. Man stelle sich vor, sie würde sagen: „Dolce, ich trage Dolce und sonst nichts!“ Dann ist sie sofort ein Luxusweibchen. Wenn sie sagt: „Meine Klamotten sind alle vom Flohmarkt“, befürchte ich gerümpfte Nasen bei einigen Geschlechtsgenossinnen. Mit dem Spruch „Ich will das dicke Geld verdienen“ ist sie die seelenlose Karrierefrau. Wenn sie sich allerdings um Kinder und Heim kümmert, vergammelt ihr Diplom gerahmt über der Wickelkommode.

Wollen wir alles sein, weil wir abschätzige Bewertungen befürchten?

Sind unsere Dualismen vorauseilender Gehorsam gegenüber den Erwartungen anderer?

Können wir uns tatsächlich nicht entscheiden?

Was ist man, wenn man alles ist?

Für heute befinde ich, dass mein Wort „schaffend“ sein soll. Nicht, weil ich besonders viel wegschaffen würde, nein, nein, leider. „Schaffend“ meine ich im kreierenden, realisierenden Sinn. Ich hoffe, mit diesem Brief einen kleinen Schritt in diese Richtung getan zu haben.

Welches Wort wählst Du?

Alles Liebe

Deine Anne

Brief No. 12 – Gefangen im Entweder-Oder

Liebe Anne,

aber natürlich haben wir einen Staubsaugerroboter! Seit Jahren! Wenn Du wüsstest, was wir sonst noch alles haben… Es würde mich nicht wundern, wenn nächstes Jahr zu Weihnachten Sophia einzöge. Aber da streike ich. Das geht zu weit! Entschuldige, dass ich Dir am Mittwoch einen Bericht über die neuesten Haushalts-Gadgets schuldig geblieben bin. Da hatten wir wohl wichtigere Themen zu besprechen 🙂

Gerade bin ich auf diesen Artikel im Tages-Anzeiger gestoßen: Eine Rezension des neuen Buchs Die große Gereiztheit von Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, in dem er zu erklären versucht, wie oder weshalb Shitstorms entstehen. Unter anderem sei dies auf die unmittelbare mediale Nachbarschaft unterschiedlicher Meinungen zurückzuführen, die andauernd Kollisionen und Konflikte erzeuge.

Die unmittelbare Nachbarschaft von Meinungen erzeugt Konflikte. Das scheint mir erst einmal ganz natürlich zu sein. Seltsam erscheint mir die Art, wie wir im Netz und anderswo mit diesen Konflikten umgehen. Die einzig bekannte Konfliktlösungsstrategie scheint der Kampf zu sein, der erst dann endet, wenn es einen eindeutigen Gewinner und einen eindeutigen Verlierer gibt. Wenn der Shitstorm sein Opfer zu Tode getrampelt hat. Wenn eine endgültige Entscheidung getroffen wurde zwischen Position A und Position B.

Wie zur Bestätigung der These werde ich am Ende des Artikels gefragt:

Lesenswert oder nicht? Entweder-Oder. Entscheide Dich! Oder willst Du nachfolgenden Lesern etwa zumuten, sich selbst ein Urteil zu bilden? Ja oder Nein? Null oder Eins? Kind oder Karriere? Schokolade oder Vanille? Freizügigkeit oder Obergrenze? Wohlstand oder Selbstverwirklichung? Daumen hoch oder runter? GroKo oder AfD? Raute oder Tasse? Lasst uns abstimmen. Du musst Dich entscheiden. Jetzt!

Wo sind die Grautöne geblieben?, frage ich mich da. Wann und wie haben wir verlernt, Nuancen zu sehen? Das Wort “Digitalisierung” bekommt so noch eine ganz andere Bedeutung: Die Einteilung der Welt in Entweder-Oder. Dabei liegen die guten Lösungen meist irgendwo dazwischen.

Zeit für die Grübelpose…

Deine Anne

Brief No. 8 – Fünf Wege, wie Sie garantiert verdummen

Liebe Anne, Vorsicht! Dieser Brief ist SEO-optimiert. Nimm Dich also in Acht: Du könntest beim Lesen verdummen.

“Das Fokus-Keyword scheint im ersten Absatz des Textes nicht vorzukommen. Stelle umgehend sicher, dass das Thema klar ist”, rief mir das SEO-Tool zu, als zwischen der Anrede dieses Briefes und dem ersten Satz noch ein Absatz war. Zack, Absatz gelöscht, SEO-Tool zufrieden. Verzeih mir bitte diesen Formfehler. Google ist schuld.

“Diese Seite enthält keine Bilder, füge ggf. welche hinzu.”

“Es gibt keine internen Links auf dieser Seite. Überlege dir, geeignete hinzuzufügen.”

Verdummen

Verdummen: So sehe ich aus, wenn ich eine Tasse halte und langsam verdumme

Ha, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Ich kann Deinen Frust über das SEO-Diktat verstehen. Mir wird vom Tool regelmäßig vorgeworfen, dass ich zu viel indirekte Rede verwende. Ich verwende fast nie indirekte Rede, aber ziemlich viele Relativsätze. So viel grammatische Präzision muss schon sein. Oder mir wird vorgeworfen, dass ich mehrere aufeinanderfolgende Sätze mit demselben Wort beginne. Im Deutschunterricht zählte das noch zu den zu paukenden rhetorischen Mitteln und hieß “Repetitio”. Heute ist es aus SEO-Sicht ein Zeichen für minderwertige Textqualität.

Zwischenüberschriften helfen garantiert beim Verdummen

Also streiche ich die stilistischen Wiederholungen, füge Zwischenüberschriften ein, damit meine Leser zielgerichtet den Textausschnitt finden, der die für sie relevanten Informationen enthält, und nehme ihnen damit die Chance, etwas dazuzulernen, neue Perspektiven einzunehmen und von dem überrascht zu werden, was in den vermeintlich irrelevanten Absätzen meiner Texte steht.

Google und Co. würden wahrscheinlich entgegnen, dass ihre Algorithmen zwischen gutem und bösem SEO unterscheiden können. Dass sie Clickbaits und Suchmaschinen-Spamming ebenso abstrafen wie wir.

In der Tat habe ich im Laufe der Zeit für mich einen Weg gefunden, akzeptable SEO-Werte zu erreichen, ohne meinen Anspruch an gute Texte zu verraten. Es ist ja wirklich möglich, kürzere Sätze zu bilden, ohne dass der Sinn des Textes entstellt wird. Es ist für den Leser vielleicht wirklich interessanter, wenn der Beitrag ein Bild enthält. Und Zwischenüberschriften können längeren Texten eine nützliche Unterstruktur verleihen – wenn sie klug gewählt sind. Es ist also möglich, gute und SEO-kompatible Texte zu schreiben.

Fragt sich nur, warum es dann die Clickbaits trotzdem gibt…? Liegt es an unserem Mangel der Entschließung und des Mutes, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen? Brauchen wir eine neue Aufklärung, in der es nicht um die Emanzipation von staatlicher, sondern technischer Bevormundung geht? Oder sind wir es selbst, die uns bevormunden?

Ich finde, er liest sich gar nicht so schlecht, der SEO-optimierte Brief. Und wenn jemand “verdummen” googelt, hat mein Beitrag eine Chance, gefunden zu werden. Nur, dass der Leser nicht erfährt, über welche fünf Wege er garantiert verdummt. Schade. Aber so ist das eben mit den Clickbaits. Noch sind wir Menschen schlauer als unsere Maschinen.

Triumphierend grüßt Dich

Deine Anne

P.S. Der Sonntagskrimi war, glaube ich, ganz unterhaltsam. Ich bin aber nicht mehr so richtig reingekommen und habe stattdessen über etwas sinniert, das mir inzwischen wieder entfallen ist. Vielleicht probiere ich es nächstes Mal mit Homeland. In der Hoffnung, dass ich dann noch schlafen kann.

Brief No. 6 – Geschichten, die die Welt verändern – Oder: ein Redaktionsplan

Liebe Anne,

es ist Sonntagabend und in einer halben Stunde fängt der Tatort an.

(Kommt heute überhaupt einer oder ist einer dieser tristen Polizeiruf-Abende, an denen man verzweifelt auf Rosamunde Pilcher aka Inga Lindström umsteigt, um sich am Ende zu ärgern, dass man nicht einfach gleich ein gutes Buch in die Hand genommen hat?)

Dein letzter Brief ist eine Woche her und seit einer Woche sammle ich (neben Pfandflaschen) Geschichten, die ich erzählen will. Geschichten, die eine neue Realität konstruieren, einen neuen Diskurs anstoßen, und – so sie geteilt werden – dem Widerstand gegen bestehende Bilder und Diskurse Macht und Wirkung verleihen. Wie großartig durch die Brille Foucaults doch die Chancen der sozialen Medien erscheinen! Und wie traurig es doch ist, dass sie momentan – so scheint es mir – ihre transformatorische Kraft bei weitem nicht entfalten, sondern stattdessen in Filterblasen den immer gleichen Leuten die immer gleichen Geschichten erzählen. So wird das nix mit dem gesellschaftlichen Fortschritt!

Was sind also die Geschichten, die ich erzählen will? Es sind bei weitem nicht nur Geschichten von Männern und Frauen. Es sind auch Geschichten von Ärztinnen und Patientinnen. Von Eltern und Kindern. Von Lehrern und Schülern. Vielleicht von Menschen und Maschinen. Von Politikern und Wählern. Von Faktenaufzählern und Geschichtenerzählern…

Es ist zum Beispiel die Geschichte von der Patientin, die ihrer Ärztin auf Augenhöhe begegnet und von ihr als mündiger Mensch beraten statt als unwissende Nutzerin eines Apparates namens Körper behandelt wird. Mehr dazu in einem meiner nächsten Briefe.

Jetzt hat der Tatort schon angefangen, daher verabschiede ich mich in den Ausklang des Wochenendes und wünsche Dir einen schönen Abend mit der ein oder anderen unterhaltsamen und vielleicht neuen Geschichte…

Deine Anne

P.S. Danke fürs Entstauben der Gehirnwindung hinten links. Ich habe mich sehr gefreut, dass Du meiner Einladung zum gemeinsamen Kramen in der Theoriekiste gefolgt bist und bin gespannt, welche Thoeretikerinnen und Philosophen uns auf unserer weiteren Reise noch begleiten werden.

 

Brief No. 4 – Weil wir uns nichts dabei denken

Liebe Anne,

Danke für Deinen letzten Brief und die lieben Wünsche. Nach Trüffelpasta und Weißwein – man gönnt sich ja sonst nix! – habe ich gestern noch schnell meine ersten Ideen für meine Antwort ins Handy getippt. Ich meine: Alles trifft zu. All Deine vorsichtig formulierten Hypothesen sind wahr.

Ja, es sind die Medien.

Ja, gebildete Frauen in einflussreichen Positionen werden gerne “verharmlost”. Was haben wir uns alle über Merkels Urlaubsfotos mit Käppi und Nordic Walking-Stöcken gefreut!

Ja, Tassen sind ein verbindendes, aber langweiliges Accessoire.

Ja, es hat sich niemand etwas dabei gedacht. Und alle denken sich etwas dabei….

Bestehende Bilder und mit ihnen gesellschaftliche Narrative werden gedankenlos übernommen. Schöne Frauen vor harmlosen Arrangements aus Designeraccessoires laufen auf Instagram eben richtig gut. Billy-Regale tauchen auf diesen Bildern nicht auf, weil sie auch ohne Influencer-Marketing gekauft werden. Und so verharren wir als Gesellschaft in den immer gleichen Rollenklischees. Weil wir uns seit Generationen dieselben Geschichten erzählen. In Kinderbüchern, in Kinofilmen, in Bildern.

Die dunkle Message ist das Ergebnis eben dieses nicht intentionalen eigendynamischen Prozesses.

Harmlos ist das nicht. Für Frauen ebensowenig wie für Männer. Vielleicht würde der ein oder andere Mann ja auch mal gerne eine Tasse halten?

Wie kommen wir da bloß raus? Was sagt z.B. Monsieur Foucault dazu? Ich glaube, da kennst Du Dich aus? Ich kann nur mit Luhmann aus zweiter Hand dienen.

Aus meiner Arbeit mit Unternehmen weiß ich, dass Wandel in sozialen Systemen kollektive Reflexion erfordert. Auch hier spielen Narrative und Bilder eine große Rolle. Unternehmen erzählen sich die immer gleichen Geschichten und verstellen sich damit den Blick auf notwendige Veränderungen. Erst, wenn die beteiligten Personen gemeinsam erkennen, wie sie sich selbst an der Umsetzung der angestrebten Veränderungen hindern, entsteht die Chance auf nachhaltige Veränderung. Ob sich das auf ganze Gesellschaften übertragen lässt? Und wenn ja, wie?

Nachdenklich räume ich meine Frühstückstasse vom Ikea-Tisch…

Deine Anne

P.S. Zepter und Kaiman fand ich schon ziemlich gut. Außerdem: Ein bis hundert Bücher. Ausgetanzte Schuhe. Eher Schläppchen oder Spitze? Ein Elefant. Ein Füller. Ein Merkel-Käppi? Und ein Glas Scotch… halt! Zwei.

Brief No. 3 – Raute oder Tasse, das ist hier die Frage!

Liebe Anne,

heute denke ich ganz besonders an Dich und hoffe, Du hast einen wunderbaren Tag! Hoch die… ähm… Tassen!

Über Deine Post habe ich mich sehr gefreut. Ich teile Deine Ansicht, dass die Tasse als Icon in den Fotos das Sanfte, Warme betont. Daran ist ja per se auch gar nichts verkehrt! Wenn ich in diesen Tagen nach Hause komme, mache ich mir eine Tasse Tee und verkrieche mich zwischen zwei Buchdeckeln. Wenn ich außer Haus schreibe (wie jetzt gerade!), dann steht neben meinem Laptop – genau wie Du sagst – ein Cappuccino. Aber wenn Du mich nun beschreiben müsstest und sagen würdest „Ja, die Anne, die trinkt unheimlich gern Heißgetränke“, dann würde ich zum Glas greifen. (Scotch.)

Problematisch wird es für mich, wenn die Tasse zum definierenden Moment wird, und meine Frage angesichts der vielen tassenhaltenden Frauen in den Zeitungen und Magazinen ist, wer für diese Inszenierung verantwortlich ist. Sind es die Frauen selbst, die sich diese Art von Darstellung wünschen? Kannst Du Dir vorstellen, dass Frauen, die mitten im Leben stehen, überlegen: „Ja, Mensch, was zeichnet mich wohl am ehesten aus? Ich hab’s, eine Tasse!“? Oder andersherum, glaubst Du, dass Frau Merkel einem Portrait in diesem Setting zustimmen würde? Bitte nicht. Raute ja, Tasse nein.

Sind es also die Medien, die die Frauen durch Tassen weichzeichnen möchten? À la: „Ja, die hat einen Master aus Yale und arbeitet für die US-Regierung, aber eigentlich ist sie ganz harmlos!“ Geht es um die mediale Verharmlosung von Frauen durch Tassen? Das wäre die besorgniserregende Interpretation.

Oder ist die Aussage vielleicht doch viel unschuldiger? Ist die Tasse ein verbindendes Element? Meint die Protagonistin mit der Tasse: „Ja, ich bin zwar Bestsellerautorin, aber eigentlich bin ich wie ihr da draußen eine ganz normale Frau, die Tee trinkt.“? Dann wäre die Tasse einfach ein langweiliges, aber ungefährliches Accessoire.

Ist die Geschichte möglicherweise ganz simpel: Hat sich dabei einfach niemand etwas gedacht? Hat irgendwer angefangen, tassenhaltende Frauen zu knipsen, und die Kollegen haben das übernommen, weil es ja auch superpraktisch ist, wenn das vor der Kamera leicht befangene Laienmodel was in der Hand hat, zum Dranfesthalten? Ist die Tasse nur bloßes Zufallsobjekt eines nicht intentionalen eigendynamischen Prozesses?

Oder lauert da noch eine ganz andere Message, eine dunklere, über die die hellen Vorhänge im Hintergrund dezent hinwegwehen? Die Fotos sind in der Regel exakt komponiert, das Fotoset eine Bühne: Die frischen Tulpen auf dem Tisch. Bücher und Magazine auf dem Kaffeetisch ordentlich aufgereiht. Die Designervase auf der Anrichte. Kissen, viele Kissen und eine Kaschmirdecke. So ein Foto sagt auch: „Ich bin beruflich erfolgreich und hab auch alles weitere im Griff. Mein Haushalt, schau hier. Habitat. Hermès. Und durchgesaugt ist auch“. Daraufhin wandert der Blick in die eigene Bude, Expedit leicht schief, keiner hat abgewaschen und der Scheck für den unterbezahlten Auftrag war auch nicht in der Post.

Da bleibt nur die Frage: Jetzt ‘nen Tee für die Nerven? Oder ‘nen Scotch? Oder einen Film mit Clooney?

Deine Anne

P.S.: Lass uns überlegen, welche Accessoires wir für den Fototermin für liebe-anne.de mitbringen!